Pausen aushalten lernen!?

Ich höre das Ticken der Küchenuhr. Tick – Tack, Tick- Tack. Ich wusste bis heute nicht, dass sie tickt. Die Kinder sind mit ihrem Papa an der Luft und ich sitze in der Küche und trinke einen Kaffee. Solche achtsamen Momente, mir selbst gegenüber, wünsche ich mir derzeit. Es ist still. Ich rede nicht, ich höre keine Musik. Es ist einfach nur still. Ich kann kaum noch mit dieser Stille umgehen. In diesem Moment weiß ich, dass es genau das ist, was ich zukünftig am meisten brauche, denn was wir so stark ablehnen ist immer eine Frage, die bei sich selbst zu bearbeiten ist.

Ich könnte aufstehen, Wäsche machen oder aufräumen. Ich mache das aber nicht und lausche einfach der Uhr und trinke diesen Kaffee. Ich lerne Pausen anzunehmen und auszuhalten. Ich wünsche mir so oft mehr freie Me-Time und wenn ich es dann habe, halte ich es kaum aus.

Ich habe einen langen und vollen Tag. Viele Kindergeräusche, Unterhaltungen und Aushandlungen. Mein Körper hat sich an dieses Level gewöhnt, doch meine Seele hat das Bedürfnis, sich in Ruhe und Stille zu sammeln. Als hochsensibeler Mensch sind meine Gedanken den ganzen Tag angestellt. Ich denke und denke und denke. Wenn ich dann hier sitze und das Ticken der Uhr höre, prasseln tausende Gedanken und Gefühle auf mich ein, die mich überwältigen. Ich merke ganz klar, dass ich 2018 mehr von diesen Momenten wahrnehmen sollte. Dasitzen, ohne Fernseher, Handy oder andere Ablenkungen und einfach nur da sein und seine Gedanken und Gefühle kreisen lassen. Wenn ich das öfter tue, dann wird es sicher bei den nächsten Malen nicht mehr so intensiv und alles ordnet sich Stück für Stück wieder.

Ich ertappe mich, wie ich aufstand um irgend einen Krams abzuwaschen. 10 Minuten habe ich es geschafft, einfach nur dazusitzen.

Das ist definitiv ein Punkt auf meiner imaginären 2018-Liste! Lerne, einfach nur dazusitzen und dich ok dabei zu fühlen.

Kennt ihr das? Habt ihr das schon einmal versucht? Ich bin erstaunt, wie schwer es mir fällt.

Eure Leen

2 Kommentare zu “Pausen aushalten lernen!?

  1. Oh ja. Wie ich das kenne. Ich werfe meinem Mann oft vor, dass ich mehr Zeit für mich brauche. Und wenn er sie mir gibt und mit den Kindern loszieht, dann mache ich erst Haushalt oder andere ach so wichtigen Dinge bevor ich mich ruhig hinsetzen kann. Und dann ist das Haus auch schon wieder voller Leben und ich habe mir eine zu kurze bis gar keine Pause gegönnt. Ich versuche das dieses Jahr auch sehr stark, erst mein Inneres zu ordnen (durch Ruhe, Beten oder wenn ich schon ein bisschen ruhiger bin durch Bibel lesen) und dann die anderen Aufgaben für die ich meine Hände brauche.
    Mal schauen wie zufrieden ich am Ende von 2018 mit meiner Pausenfähigkeit bin.

    • Dann wünsche ich dir auch viel Erfolg beim Pausen finden. Ich taste mich langsam heran. Liebe Grüße Leen

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