Der Tag der niemals endet…

Hallo ganz normaler Tag oder der Tag der niemals endet?

06:15 Uhr

Guten Morgen Baby. Zum Glück steht dein Papa mit dir auf.

06:45 Uhr

Aufstehen mit dem Seidenraupenkätzchen. Mein Luxus ist, heute noch 30 Minuten weiter zu schlafen. Dann wird geduscht, Zähne werden geputzt und ich ziehe mich und die Kinder an. Alles in 15 Minuten. Es ist Montag, ein Montag nach einem arbeitsreichen Wochenende. Meine Mann hat Spätschicht, also geht es bei ihm erst mittags los.

Es ist warm, 30 Grad und ich mag Hitze überhaupt nicht. Schon morgens ist es heiß. Wir überbrücken die Wärme bis zum Mittagessen mit Eis, Besuch einladen, spielen im Schatten und dem Baden im Minipool auf dem Hof. Dazu wird noch das Auto vom Papa repariert. Es ist so ein Arm-Tag. Kennt ihr das? Es sind 30 Grad und das Baby will nur auf euren Arm. Ja, so ein Tag ist heute.

Danach heißt es Mittag kochen und mit den Kindern zusammen Nudeln mit Soße essen. Ich merke schon, wie anstrengend der Tag für mich ist, jetzt schon. Die Hitze macht mich fertig.

Während die Kinder eine kurze halbe Stunde schlafen, erledige ich Dinge zwischen ihnen im Familienbett. E-Mails stehen an und diverse Onlineaktivitäten. Zu wirklich viel komme ich leider nicht, aber ich habe wenigstens etwas geschafft. Das ist ja schon schön.

Es ist 14 Uhr!

Die Kinder sind wieder wach. Die Wärme drückt bis ins Haus, eine Pause hatte ich noch nicht. Wir essen Kekse und spielen, malen Aquarelle, waschen Wäsche, räumen die Spülmaschine aus und ein, saugen, essen noch einen Keks, gehen raus auf den Hof spielen, moddern am Wasser, spielen im Sand, waschen Wäsche und waschen Kuscheltiere im Modderwasser. Ich sehe meinen Hof an und denke mir: Hier musst du dringend etwas tun. Dabei trage ich das 12kg Baby über den Hof.

Ich schaffe es, die Blumen zu gießen und bin wenigstens ein bisschen froh, etwas draußen erledigt zu haben.

Es ist 17 Uhr.

Ich versuche die vermodderten Kinder in der Badewanne zu waschen, sie einzucremen und anzuziehen.

18:00 Uhr

Abendessen!

Irgendwie, wie ein Kraken mit vielen Armen, versuche ich die verschiedenen Gegebenheiten und Situationen am Tisch zu bedienen.

Danach wird wieder gespielt.

Es ist 19:30 Uhr!

Der Seidenraupenkater hat seit 14 Uhr nicht mehr geschlafen und auch da war es nur eine knappe halbe Stunde. Wir versuchen ins Bett zu kommen. Das Seidenraupenkätzchen platzt weinend dazwischen und beide sind wieder wach.

Ich frazte kurz rum. Passiert mir momentan nicht mehr oft, aber ab und zu halt doch noch.

Wir lesen 5 Bücher, singen 2 Lieder und gehen dann doch wieder spielen, weil einfach absolut keine Müdigkeit mehr gegeben zu sein scheint. Ich zwinge meine Kinder nicht zu schlafen. Schlaf ist etwas, was in meinen Augen nicht erzwungen werden kann. Wenn meine Kinder müde sind, schlafen sie. Punkt. Das klappt hier sehr gut. Sie lieben es im Familienbett zu schlafen und der Ort ist sehr positiv behaftet und alle sind gern dort.

Oh je! Jetzt ist nochmal ein größer Hunger auf dem Plan, also gibt es einen Apfel im Spielzimmer und Wasser für uns.

21:00 Uhr

Ich entschuldige mich für mein Anfratzen und wir lesen ein Buch über Gefühle. Dann müssen nochmal alle pullern, die Mütze vom Bären wird probiert, passt!

Dann werden nochmal Strümpfe angezogen, weil das so schön klappt und dann wieder ausgezogen und wieder von vorn. Das Baby lacht und freut sich über alles, was die Schwester macht.

22:00 Uhr

Ich liege zwischen den beiden Kindern, die vor einer Minute die Augen geschlossen haben und frage mich…

War das ein Tag, der niemals endet? Wahrscheinlich oder jedenfalls so ähnlich. Oder war das einfach ein sehr guter Tag? Manchmal sind die Gedanken fließend bei mir. Es ist anstrengend eine Selbstbetreuerin zu sein, aber auch sehr schön. Das reale Leben halt und es ist nicht immer alles rosarot.

In einer Stunde kommt mein Mann nach Hause und ich werde bestimmt schon schlafen.

Bevor ich schlafe, schmiede ich einen Plan und den versuche ich ab nächster Woche umzusetzen. Mehr das Leben genießen, achtsamer sein und mein Mindset überarbeiten. Dazu neue Modelle und Konzepte denken, die es für mich etwas „leichter“ machen. Ich möchte so gern und so viel bloggen, neue Visionen umsetzen und euch davon erzählen, aber ich schaffe es derzeit einfach nicht. Es ist für mich wirklich ein Unterschied, ob ich ein Kleinkind oder ein Kleinkind und einen Säugling zu betreuen haben. Das erste Jahr ist bald vorbei und die Momente, in denen die Kinder auch mal zusammen spielen, wachsen. Ich bin an meiner Aufgabe gewachsen, das steht fest. Wir werden sehen, wie es weiter geht und bis dahin fühlt euch alle ganz lieb von mir geherzt.

Eure Leen