Raus in die Natur, Kids! Wie wir „heute“ ein bisschen mehr „damals“ schaffen können! (Anzeige & Verlosung)

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„Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“ Afrikanisches Sprichwort

Wer kennt dieses Sprichwort nicht? Doch heute ist es eher schwieriger geworden, nach diesem Leitsatz zu leben. Die Menschen sind viel für sich allein und jeder Haushalt kocht irgendwie sein eigenes Süppchen. Meine Nachbarin hat damals halb bei mir gewohnt und ich bei ihr, als wir Kinder und Jugendliche waren. Wir waren ein richtiger Kinder-Clan in der Straße.

Schön zu sehen ist aber trotzdem, dass sich immer mehr Menschen auf den Weg gemacht haben und auf den Weg machen, umdenken, bewusster leben, zurück zu den Wurzeln gehen, sich wieder im Clan organisieren oder besser gesagt es versuchen. Es entstehen Müttergruppen und Vätergruppen, die sich gegenseitig unterstützen und zusammen Gemeinschaft leben. Es gibt vermehrt Waldkindergärten und Waldspielgruppen, in denen den Kindern die Möglichkeiten gegeben werden, Natur zu erleben.

In meiner Kindheit war das alles ganz normal. Wir waren, wenn wir Ferien hatten, draußen und das fast den ganzen Tag lang. Nach der Schule flog der Ranzen in die Ecke und es ging an die frische Luft. Alle Menschen aus dem Dorf schauten mit hin und achteten auf uns. Wir waren an der Bode, sind über die Felder ins Nachbardorf gegangen und bewegten uns frei im Quartier. Wir lernten viel! Lernten, indem wir spielten und die Natur spielerisch entdeckten. Wir wussten, wann wir zuhause sein sollten und entwickelten ein Gespür dafür und wenn das gelegentlich nicht klappte, war immer jemand da, irgendwie und irgendwo.

Mit meinem Opa waren wir Enkelkinder Nachtangeln und schlugen unsere Zelte an der Bode auf oder waren einfach nur dabei und schauten stundenlang in den Nachthimmel und schnatterten. Leise natürlich, denn sonst verjagt man ja die Fische.

Das sind alles Erinnerungen, die ich niemals vergessen werde. Heute ist das irgendwie anders.

Die Gesellschaft hat sich verändert. Kinder, aber auch Jugendliche sind in „freier Wildbahn“ seltener geworden. Das ist schade. Somit verblassen auch die Naturerfahrungen.

Welche Kinder wissen eigentlich noch etwas über unsere Himmelsrichtungen? Kennen Kinder noch heimische Obst- und Gemüsesorten? Was wächst alles so im Wald? Lediglich 35 Prozent der Kinder in Deutschland wissen noch, in welcher Himmelsrichtung die Sonne aufgeht (Quelle). Ich kann sogar noch den Spruch dazu aus meiner Kindheit auswendig aufsagen, um mich zu orientieren.

Dieses Thema beschäftigt mich nicht nur privat sondern auch beruflich. Mein Herz schlug viele Jahre für die Kinder-und Jugendarbeit. Ich habe mit jungen Menschen im Alter von 6 bis 18 Jahren gearbeitet. Wenn ich eines weiß, dann, dass Kinder und Jugendliche zu solchen Themen nicht gezwungen und das Naturerfahrungen schlecht an Bänken in Klassenzimmern gelernt werden können. Die Nähe zur Natur fördert die Kreativität, Bindung, Empathie, Phantasie und Lebensfreude und muss auch vor Ort gelebt werden dürfen.

Wie bekommen wir das hin, dass Kinder zurück zur Natur finden? Wie schaffen wir heute ein bisschen mehr damals?

Erst einmal denke ich, dass es wichtig ist, raus zu gehen. Sich anzuziehen und das Haus zu verlassen. Klingt banal, ist aber wirklich so. Wir versumpfen alle viel zu oft auf unseren Sofas. Also raus mit den Kids in den Garten, Wald, Park oder was auch immer für euch möglich ist.

Wir könnten mit unseren Kindern an den Wochenenden den Erlebnisraum Wald genießen, können eine Schnitzeljagd im Freien organisieren, zu der die Nachbarskinder eingeladen werden oder die Freunde aus Schule und Kita.

Auch die Möglichkeit unter dem freien Himmel zu schlafen, sollte ein Kind erleben dürfen. Dieses Gefühl, wenn man hoch in die Sterne schaut und sich einfach nur frei fühlt, ist unbezahlbar. Klar, dafür gibt es auch Hotels, die heutzutage solche Events anbieten, aber ich denke schon, dass es da „authentischere“ Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche gibt, die Natur wieder mehr zu spüren.

Intensiv geht das natürlich in den Ferien und in einem Erlebnis- und Naturcamp.

Eine gute Adresse hierfür sind die Natur- und Erlebnis- Camps des WWF Deutschland, die altersbezogen angeboten werden. Naturthemen stehen im Vordergrund und Kinder erhalten Einblicke in Ökosysteme von Naturparks, Biosphärenreservate und WWF-Projektgebiete. Die Natur wird über das direkte Leben, Spielen und Projekte im Camp erlebt und begriffen. Ein großes Ziel ist es, dass junge Menschen für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur sensibilisiert werden und sie ihr kreatives Potential in dieser Umgebung entfalten.

Kinder ab 7 Jahren können im WWF Young Panda Camp Naturerlebnisse sammeln, während es für Jugendliche ab 13 Jahren im WWF Jugend Camp in ein Abenteuer geht. Die Kinder und Jugendlichen erleben die echte Natur und nicht vorgefertigte Spiel- und Erlebniswelten, die von Erwachsenen für Kinder geschaffen wurden. Hier schaffen die Kids ihre Welt und erleben sich in und als Teil einer Gruppe im Kontext Natur.

Kinder können z.B. mit den Young Pandas das Werkeln auf dem Bauernhof, Schatzsuchen in wilden Schluchten oder ihre Überlebenskünste in der Wildnis erleben und testen. Die Angebote sind vielfältig und regional verstreut und allein im Sommer finden beispielsweise 28 Camps statt.

Jugendliche segeln gemeinsam und werden zu einer richtigen Mannschaft, sie erleben zu Fuß und mit dem Rucksack die Hochländer von Schottland oder sie sehen in Schweden Elche am Lagerfeuer, an dem sie ihr selbst gesammeltes Essen verspeisen. Das sind nur 3 von 12 Jugend-Camps, die 2018 erlebt werden könnten.

Die jungen Menschen werden dabei von qualifizierten und ausgebildeten Betreuer*innen begleitet und der Betreuungsschlüssel passt, was ja für mich immer sehr wichtige Kriterien sind. Falls ihr gerade bei eurer Urlaubsplanung angekommen seid oder noch etwas für eure Jugendgruppen oder zu betreuenden Kids sucht, dann schaut doch beim WWF bei den Young Pandas oder den Jugend-Camps vorbei.

Und weil ich den Panda von WWF und die Philosophie dahinter so mag, verlose ich heute 5 süße Panda-Schlüsselanhänger an euch.

„Die Schlüsselanhänger entstanden in Kooperation des WWF mit Playmobil. Sie sind Symbol für Naturschutz und Nachhaltigkeit. Hergestellt wurden sie aus nachwachsenden Rohstoffen und bestehen größtenteils aus Biokunststoff. Die Rohstoffe werden nach sozialen und ökologischen Kriterien produziert und sind gentechnikfrei.“

Bedingungen bis 14.01.2018, 22:00 Uhr:

  • Kommentiert diesen Beitrag auf dem Blog oder unter dem originalen Post in den sozialen Netzwerken und gebt ihm ein *gefällt mir* und verratet mir euer schönstes Naturerlebnis aus eurer Kindheit und/oder Jugend.
  • Verlinkt gern naturverbundene Menschen bei Facebook, für die und deren Familien dieser Beitrag etwas sein könnte.
  • Ihr müsst mindestens 18 Jahre alt sein.

Über das Teilen des Beitrags freue ich mich, genauso wie über einen Daumen für Aufbruch zum Umdenken.

Eure Leen

Die Bildrechte, aller im Beitrag verwendeten Bilder, liegen bei WWF.

2 Kommentare zu “Raus in die Natur, Kids! Wie wir „heute“ ein bisschen mehr „damals“ schaffen können! (Anzeige & Verlosung)

  1. Anja Lehner

    Das hast Du aber schön geschrieben…
    Vor kurzem habe ich meinem Mann erst erzählt wie schön es immer in den Sommerferien war.
    Ich war oft bei meiner Oma und die Enkelin ihrer Nachbarin auch, also sind wir immer draußen unterwegs gewesen.
    Wir haben uns sogar Badezeiten abgemacht und uns durch Klopfzeichen an der Wand verständigt.
    Mittwochs kam immer der Eismann. Da haben wir unser Taschengeld für Massen an Eis ausgegeben.
    Unsere Kindheit war toll.
    Ich wünsche mir für unsere Kinder das sie auch so schöne Erinnerungen an draußen haben werden..
    LG Anja

    • Das hört sich wundervoll an. Ich wünsche es mir für unsere Kinder auch. Liebe Grüße und du bist im Lostopf. Leen

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